DI Magister Wolfgang Wesner

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DI Mag Wolfgang Wesner, Studium der Technischen Chemie an der TU Wien, Studium der Biologie (Botanik, Limnologie) an der Universität Wien, Etablierung einer Abteilung für Umweltchemie, am Institut für Anorganische Chemie der Universität Wien. Arbeiten im Nationalpark Donauauen, Erhebungen, Analysen, Erarbeitung von Managementplänen, Nährstoff und Schadstoffbilanz der Donauauen, EU Life Projekte.
2001Gründung der Arge Gewässermanagement zur wissenschaftlichen Betreuung von Wasseraufbereitung, Management von Pools mit biologischer Wasseraufbereitung. Chemische und biologische Studien, Langzeitmonitoring, Schulungen, Qualitätschecks, Optimierung von biologschen Wasseraufbereitungssystemen verschiedenster Anbieter. Entwicklung neuer Analyischer Methoden, Etablierung eines analytischen Labors.
Problembehandlung, Planung, Berechnung und Entwicklung des Konzeptes der Nährstoffbilanz (Filterberechnung) in Naturpools auf der Basis von über 600 beobachteten Anlagen. Leitung des Bereiches Umwelttechnik am ECHEM Kompetenzzentrum für angewandte Elektrochemie – Schwerpunkte industrielle Wasseraufbereitung Planung, Implementierung und Optimierung elektrochemischer Messtechnik und Aufbereitungstechnologien. Industrrielle Wasseraufbereitung , Entwicklung von HPHT Bor – dotierten Diamant Elektroden, Gründung einer
Produktionsstätte www.proaqua.cc. Zahlreiche Vorträge über Wasseraufbereitung und Teichbau, Mitarbeit in Expertengruppen bei der ÖNORM. Betrieb von Versuchsanlagen (Naturpool/Schwimmteich Modelle), Algenwachstum, Abbau von organischem Material (Filtertechnik), Bakteriologie. Entwicklung von Filtersystemen und Systemen zur biologischen Wasseraufbereitung für Biofermenta www.biofermenta.com und den Kunstgärtnerverbund

Eingriffe in komplexe biologische Systeme und deren Folgen…

In naturnahen Gewässern stellen sich nach kurzer Zeit chemische, physikalische und biologische Gleichgewichte ein. Verändert man Faktoren so
verschiebt man mehrere Gleichgewichte – oft jedoch in eine unerwartete Richtung. Klassische Paradoxa: der pH Wert steigt nach Säurezugabe; der
Abbau von Fäkalkeimen wird schlechter nach Desinfektionsmittelzugabe oder mit „unterstützenden Technologien“ wie UV, Kupfer- oder Salz-
Elektrolyse; das Pflanzenwachstum wird schlechter nach Düngergabe; Wassertemperatur und Leistung der Biologie sind nicht linear verknüpft; nach
der Belüftung misst man weniger Sauerstoff als vorher. Viele dieser Paradoxa lassen sich auf bekannte naturwissenschaftliche Grundlagen
zurückführen. Über das Kalk/Kohlensäure Gleichgewicht, die Nahrungskette, Abbaumechanismen, physikalische Gesetze zur Gaslöslichkeit und
chemische Reaktionen, in Kombination mit einfacher Mathematik, finden wir Erklärungen. Was bewirkt der Einsatz von Fischen, Kaulquappen,
Daphnien, Gerstenstroh, Eingriffe können sich positiv, negativ, beides gleichzeitig oder gar nicht auswirken. Abhängig vom Qualitätsziel wird ein
Überblick erarbeitet.